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Was ist Shaolin Kempo Chuan Fa
Shaolin (Kempo) Chuan Fa ist eine der ältesten chinesische waffenlose Kampfkunst,
bei der sämtliche Gliedmaßen zu natürlichen Abwehr- und Angriffswaffen ausgebildet werden. Aber in erster Linie wird Shaolin (Kempo) Chuan Fa zur Verteidigung angewendet, denn alle hier gezeigten Techniken sind nur die Reaktionen auf vorher erfolgte Angriffe. Daher sind die Techniken des Shaolin (Kempo) Chuan Fa reine Selbstverteidigungstechniken. Fäuste, Handkanten, Finger, Ellbogen, Knie, Kopf und Füße werden dabei wirkungsvoll eingesetzt, um zu schlagen, zu stoßen und zu treten.Das japanische Wort " Kempo " geht auf die chinesische Bezeichnung "Quan Fa" oder "Chuan Fa" zurück und wird im Japanischen sowie im Chinesischen mit den gleichen Schriftzeichen geschrieben.
Seine eigentliche Bedeutung, im Sinne des Wortes, ist "Lehre der Faust" oder "Weg der Faust". Da dieser Shaolin-Stil über den Umweg Japan, Indochina, Mongolei, Indonesien nach Europa kam, erklärt sich der zusammengesetzte Name Shaolin Kempo. Um nicht immer den gesamten Namen: Shaolin Kempo Chuan Fa benutzen zu müssen, sei darauf hin gewiesen, das auch die Bezeichnungen: Kempo, Shaolin Kempo, Chuan Fa, Chen Tao Wushu, Kempo Nada oder Quan fa verwendet werden.
Alle Ausdrücke stehen jedoch für ein und dasselbe System. Während Shaolin Kempo in China in erster Linie den Faustkampf ohne Waffen bezeichnet, versteht man in Japan unter Kempo beliebige Kampfformen, bei denen auch die Anwendung einer Handwaffe zugelassen ist.Dem oberflächlichen Betrachter beziehungsweise dem Anfänger wird fast kein Unterschied zwischen den Techniken des Shaolin Kempo und dem Karate der Japaner auffallen, da letzteres eben daraus hervorgegangen ist.
Beim näheren Betrachten aber sieht man deutlich den Unterschied: Die leichten, schnellen, ja eleganten Bewegungen des Shaolin Chuan Fa im Gegensatz zu den kraftvolleren des Karate. Der, immer aufs plötzliche Ausweichen bedachte, Verteidigungsstand mit dem zum Schutz eingedrehten Knie. Die zum größten Teil aus Stößen, nicht aus Schlägen bestehenden Verteidigungen, die die Kraft des Gegners übernehmen und nicht brechen, nach den taoistischen Prinzipien des Yin und Yang, das sich wie ein roter Faden durch das System zieht. Die festgelegten Formen (Saifa) und Partnerübungen (Kumite), die ein stetes Auf und Ab der Bewegungen sind, die Kraft, Weichheit, Schnelligkeit und auch langsame, bedächtige Bewegungen enthalten. Aber bestimmend beim Shaolin Kempo ist immer der Gedanke, dass das Prinzip der Lebensenergie (Qi) durch Vernunft und Willen leitbar ist. Das bedeutet nichts anderes, als dass letztendlich der Geist über den Körper herrscht. Nicht physische Kraft und rohe Gewalt sind das Beherrschende, sondern die geistige Einstellung.
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