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Die drei verschiedenen Ursprünge des Kempos in Lippe
Nach Blomberg kam Kempo durch Richard Claase, einem gebürtigen Indonesier der bei den niederländischen Streitkräften in Blomberg stationiert war. Claase war Schüler von Sifu Meijers. Viele hier in Lippe und Umgebung bestehenden Kempo -Dojos, haben einen Einfluss vom Blomberger-Dojo. Durch das Trainieren bei verschiedenen Großmeistern entwickelten diese Dojos jedoch ihre eigene Stilrichtung. Trotzdem kann man noch manche Aspekte des Blomberger Dojos erkennen. Solche Dojos gibt es in: Augustdorf, Bösingfeld, Pottenhausen, Kalletal, Schieder, Detmold und selbst verständlich in Blomberg. Hinzu kommen an der Grenze zu Lippe jeweils zwei Vereine in Bad Pyrmonth und Steinheim.Nach Kalletal kam Kempo durch Andreas Burre. Er war ein Schüler von Ted Verschuur.(1937-1981).Verschuur war Berufssportlehrer der königlichen Luftwaffe der Niederlande. Obwohl er im Nato-Stützpunkt in Hessisch Oldendorf stationiert war, unterhielt er ab 1973 in Rinteln mit Laeyendecker zusammen ein Dojo. Burre entwickelte aus dieser Stilrichtung seinen eigenen Stil und nannte ihn Shaolin- Kempo -Hadaka. Dieser Stil wird noch in Kalletal und Rinteln weitergeführt.
Nach Leopoldshöhe kam Kempo durch Heinz Gerd Joeken. Er war ein Schüler von Willi Heuvens. Joeken begann 1986 das Kempo dort mit einem Kurs bei der Volkshochschule in Asemissen. Deutlich zu erkennen ist auch hier die Meijers Richtung. Hieraus sind in Lippe vier Vereine entstanden, drei in Leopoldshöhe und einer in Lage.
Das Kempo in Lippe ist in den sechziger Jahren in den Niederlanden entstanden, durch die beiden damals dort lebenden Berufssoldaten Meijers und Faulhaber (beide asiatischer Abstammung). Und auf keinen Fall im Shaolin Kloster.
Prof. Dr. Prinz Ganjuuryn Dschero Khan, 10. Dan Kempo - Sifu -Tze G.K. Meijers), der 1961 in Holland und ab 1966 in Deutschland tätig wurde. Er wurde am 28.08.1928 in Ulan Bator (Mongolei) als Prinz Ganjuuryn Dschero Khan geboren. Aufgrund einer von Bürgerkriegen und politischen Auseinandersetzungen geprägten Zeit flüchtete er 1934 aus der Mongolei nach Shanghai und veränderte seinen Namen in Chen Tao Tse. Im Jahre 1950 reiste er in Holland ein und nahm aus staats- rechtlichen Gründen als Adoptivsohn von General Cornelius Meijers den Namen Gerald Karel Meijers an.Si-Jo Carel Faulhaber (2.11.1923-29.07.1974) war Halb-Indonesier. Er wurde in Semaran, Zentraljava geboren. Faulhaber war von Kuntao so begeistert, dass er als Kind tagelang nicht zur Schule ging und stattdessen trainierte. Als er 1950 heiratete, war er Sergant 1.Klasse im Holländischen Heer in Neu Guinea. Januar 1954 siedelte er nach Holland um und begann 1959/1960 auch außerhalb seiner Familie zu lehren. Er erlag mit 50 Jahren seinem Krebsleiden. Schüler von Faulhaber war Ted Verschuur.
Hier werden nur die verschiedenen Ursprünge des Kempo in Lippe dargelegt. Ältere historische Entwicklungen können in diverser Fachliteratur nachgelesen werden, z.B. „ Kempo -Die Kunst des Kampfes“ von Dolin; diese sind jedoch nicht prüfungsrelevant.
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